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Volleyball (D1): Coesfeld sackstark, aber die D1 hat alle Antworten parat

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Damen 1 bei der Aufstellung zum dritten Satz, die Stimmung ist exzellent.

Dülmen (mpm). Am vergangenen Wochenende präsentieren sich die ersten Volleyballdamen des TV Dülmen in Bestform und besiegen die SG Coesfeld 06 im Lokalderby mit 3:0 (25:22; 25:17; 25:21). Dieses Ergebnis ist zentral wichtig, da die SG als direkter Tabellennachbar vor Dülmen im Mittelfeld rangiert und der TV so Abstand zur Abstiegsrunde zumindest halten konnte. Da in der Landesliga aus einem Neunerfeld die letzten drei Mannschaften direkt absteigen und die erstplatzierte SG Sendenhorst einsam ihre Kreise zieht, gilt es, frühestmöglich Platz sechs zu sichern. Das Mittelfeld ist hart umkämpft, denn dort tummeln sich Größen, wie der VC Reken, Teuto Riesenbeck und die SG Coesfeld, die alle nicht dafür bekannt sind, Geschenke zu machen. Richtungsweisend wird das kommende Wochenende sein, wenn der TV gleich hintereinander auf zwei Aasee Teams treffen wird, die beide abstiegsbedroht sind und mit dem Rücken an der Wand stehen. Beide Begegnungen werden wieder von offenem Schlagabtausch geprägt sein – der TV gilt zwar als favorisiert, dennoch wird gesamt Aasee alles daransetzen, dem TV ein Bein zu stellen und weiter zum Mittelfeld aufzuschließen.

„Die Coesfelder Damen waren heute unfassbar stark und haben auf sehr hohem Niveau gekämpft“, lobt Trainer Ulrich Marx den jüngst abgestraften Gegner, „dennoch hatten unsere Damen heute ihren Sahnetag und wussten auf alles eine Antwort.“ Ausgelobtes Ziel des Spieltags war es, natürlich Verletzungen zu vermeiden, um den schmalen Dülmener Kader nicht weiter zu gefährden und einfach Spaß am Spiel zu haben. Bzgl. des Ausgangs hieß die Devise: „wir sind hier Underdogs und schauen mal was geht“.

In der ersten Begegnung hatte sich Coesfeld bereits an Blauweiss Aasee 3 gerieben und diese klar und mit mäßigem Aufwand zu 3:0 geschlagen. „Das gute Pferd spring nur so hoch, wie es muss und das hat Coesfeld getan“, fügte Trainer Ulrich Marx hinzu, „aber damit hatte Coesfeld schon ein Spiel in den Knochen. Zum Glück konnten sie die Euphorie des Sieges nicht mit in unser Spiel nehmen. Auch wenn wir schon gern ein 3:1 gesehen hätten, so hatte das erste Spiel sicherlich seinen Anteil hier.“

Bereits beim Warmspielen konnte man die Anspannung in der Halle förmlich riechen. Es knisterte. Das Dülmener Team hatte schlichtweg Bock auf das Derby. Dülmens Libera Finni war angeschlagen aufgelaufen und hatte die Zähne fürs Team zusammengebissen, war letztlich aber nicht durch spektakuläre Rettungsaktionen gefordert. Der Charakter des Spiels spielte dem Team hier in die Farbe, denn wenn Coesfeld einmal einen guten Angriff platziert hatte – und derer gab es viele – dann waren die auch unerreichbar.

Im ersten Satz zeigte sich zunächst ein Abtasten der Gegner untereinander, dennoch wurde sofort mit Vollgas gespielt. Das erste Dülmener Zeichen ward mit 5:1 schnell gesetzt, aber ebenso fix wieder von der SG egalisiert. Dülmen unternahm viele Ausbruchsversuche, aber die SG schloss immer wieder auf. Bei der 14:11 Führung aus Dülmener Sicht hatte Coesfeld die Faxen dicke, legte ein paar Kohlen nach und trat mit 14:16 erstmalig ins Rampenlicht. Mit dem Rückenwind des jüngst erkämpften Vorsprungs erhöhte die SG sogar auf 15:19 und läutete den Endspurt des Satzes ein. Der TV konterte seinerseits und kämpfte sich auf 19:20 heran. Es war nun an Coesfeld, den lästigen Verfolger abzuschütteln, nun suchte die SG ihr Heil in der Flucht. Bei 20:22 für die SG zeigte Hanni Nerven angesichts des drohenden Satzverlustes, schritt zum Aufschlag und servierte mit Pfeffer. Coesfeld retournierte die Bälle mit zu wenig Druck, so dass der TV seinerseits leicht aufbauen, einschenken und schlussendlich in Serie vollstrecken konnte. Der erste Satz ging an den TV.

Rückblickend war die Wahrnehmung der Dülmener Bank für den zweiten Satz, dass „mit viel Euphorie vorne weg gespielt wurde“. “Wir waren stabil und dominant, der Satz lief wie geschnitten Brot“, rekapitulierte Trainer Ulrich Marx nach dem Spiel. Dieser Eindruck war dem Siegestaumel geschuldet ein wenig verklärt, denn der Spielbericht zeichnete ein anderes Bild. Coesfeld war gleich zu Beginn mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs und lauerte nur auf die Gelegenheit, zurückzuschlagen und selbst Beute zu machen.

Ritschie brachte ihr Team früh mit 8:4 in Führung und servierte wie gewohnt gekonnt und gesprungen. Coesfeld zeigte sich zunächst beeindruckt, konzentrierte sich aber auf seine Stärke und blies zum Gegenangriff. Die Bemühungen der SG trugen Früchte, denn beim 9:9 Remis war Dülmen eingeholt. In der darauffolgenden Auszeit rief TV Trainer Ulrich Marx die Seinen zur Ordnung und gewährte eine kurze Verschnaufpause. Gestärkt kehrte der TV ins Spiel zurück und konnte sich wieder absetzen, was Coesfeld mit dem 15:15 Einstand beantwortete. Für den TV agierte Legionärin Christel über die Außenposition und unterstützte das Team mit viel positiver Stimmung und Sicherheit in Annahme und Abwehr. Zu Beginn des Satzes war die Abstimmung mit Zuspielerin Ritschie noch verbesserungswürdig, klappte aber im Verlauf des Spiels immer besser, so dass Coesfeld schnell einen zusätzlich gefährlichen Angreifer über die Außenposition im Auge behalten musste.

Nun zeigte der TV Nerven, erhöhte den Druck im Aufschlag und hatte die richtige Karte ausgespielt. Einen weiteren Vorsprung von 22:16 ließ die SG resignieren und der TV schob sein Näschen über die Ziellinie.

Im dritten Satz waren die Insignien der Krönung bereits in Sichtweite und das so unerwartet. Nun standen alle Zeichen auf Sturm, es wurde zum Durchmarsch aufgerufen, um mit vollem Risiko über Coesfeld hinwegzufegen, solange die SG angeschlagen war. Nach einem Startgeplänkel servierte Ritschie erneut gefährlich eingesprungen und schlug den ersten Pflock für den TV zum 7:3 ein. Die SG erinnerte sich an die jüngsten Aufholjagden, warf alles in die Waagschale, was sie zu bieten hatte, und mobilisierte per Spielerwechsel alles, was Rang und Namen hatte. Das Remis zum 7:7 war erreicht. Zwischenzeitlich glaubte die SG eine Annahmeschwäche identifiziert zu haben und deckte Kimmi ein. Diese ließ sich aber nicht Bange machen und brillierte in ihrer Aufgabe.

Der TV konnte sich erneut absetzen und diesmal erstmalig den Gegner auf Abstand halten. Wenn die SG herankam, hatten die TV Damen gleich die passende Antwort parat und hielten den Gegner hin. Das klappte sehr gut bis zum 14:12, als der TV einen neuen Ausbruchsversuch unternahm. Die SG hielt den Atem an, als das Gewitter sich legte. Jetzt stand es 18:12 und die SG mit dem Rücken an der Wand. Coesfeld lüftete nun sein Visier und setzte auf volles Risiko, aber der TV hatte Blut geleckt und ließ sich nicht mehr in den Wald führen. Der TV spielte vorne weg bis zum 23:18, während die SG bemüht war, den Anschluss zu halten. Coesfeld lauerte auf die Möglichkeit, ins Licht zu treten, kämpfte sich auf 23:21 heran, blieb aber Klassenzweiter. Der TV konnte einlochen und auch den dritten Satz nach Hause fahren.

„Player of the Match, unsere MVP ist heute unsere Karina“, stimmte die Mannschaft nach dem Spiel unisono ein. Mittelblockerin Karina zeigte sich von ihrer besten Seite, errichtete eine wahre Wand im Block und brachte ihre Gegenspielerin an den Rand der Verzweiflung. „Die Angriffe waren ein wahres Halali“, schwärmte Trainer Ulrich Marx im Nachhinein, „ich erinnere mich nicht daran, dass auch nur einer im gegnerischen Block gelandet ist. Auf der anderen Seite konnte man das Entsetzen förmlich riechen, denn Karinas Bälle schlugen mal rechts und mal links ein, ohne dass der Block auch nur den Hauch einer Chance gehabt hatte, den Ball zu entschärfen, geschweige denn zu vereiteln.“ Somit wurde die gegnerische Blockspielerin in der Mitte oft gewechselt und selbst die erfahrene Coesfelder Garde fand keine Mittel. Zudem war nun der SG Block in der Mitte verhaftet, da ein unberechenbarer Gegenspieler brandgefährlich punkten wollte. Das eröffnete Dülmen die taktische Spielvariante, das Zuspiel nach Außen schneller zu gestalten, um dem eigenen Angreifer gegen den sogenannten „Schweizer Käseblock“ leichtes Spiel zu bereiten.

„Heute haben wir alle Aufgaben formidabel gelöst“, schließt Trainer Ulrich Marx das Spiel ab, „der Angriff war variabel und über alle Positionen gefährlich – selbst die Hinterfeldangriffe waren nicht von schlechten Eltern. Das Zuspiel war extrem flexibel und hat gut verteilt. Hervorzuheben und zu loben ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Glückwunsch zu diesem Sieg“.

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